Perser

Körper:

Die Perser-Katze ist eine mittelgroße bis große Katze mit einem kräftigen Knochenbau. Der Körper ist kompakt, mit einer tiefen Brust, muskulösen Schultern und einem kurzen, kräftigen Hals. Die Beine sind kurz und stämmig, die Pfoten sind groß und rund. Haarbüschel zwischen den Zehen sind erwünscht. Der Schwanz ist kurz, im Verhältnis zum Körper wohl proportioniert, mit einer leicht abgerundeten Spitze.


Kopf:

Der Kopf ist rund, massiv, mit einem breiten Schädel und vollen Wangen. Die Stirn sollte leicht gewölbt sein, die kurze, breite Nase hat einen ausgeprägten Stopp. Die Nasenspitze sollte auf einer horizontalen Linie mit den Unterlidern liegen. Der Stop sollte auf einer Ebene mit der Augenmitte liegen. Die Perser hat kräftige, breite Kiefer und ein solides Kinn. Die Zähne sollen eine Scherenfunktion und keinen Über- oder Unterbiss aufweisen. Im Profil betrachtet, sollten das Kinn, die Nasenspitze und die Stirn auf einer geraden vertikalen Linie liegen. Die kleinen Ohren sind am Ansatz breit und abgerundet, mit üppigen Haarbüscheln an den Innenseiten der Ohren. Sie sind weit auseinander gesetzt und tief am Schädel platziert.

Die großen, runden Augen stehen weit auseinander und sollten leuchtend und ausdrucksvoll sein. Die Augenfarbe ist, abhängig von der Fellfarbe Kupfer, dunkelorange, grün oder blau – auch verschiedenfarbige Augen sind erlaubt. Als Fehler werden zu große Ohren, eine zu große Nase, ein gezackter Nasenrücken sowie mandelförmige Augen gewertet.


Fell:

Das Fell der Perser ist lang, üppig und in seiner Beschaffenheit dicht, fein und seidig. Das charakteristische Fell dieser Rasse bildet eine üppige Halskrause und einen buschigen Schwanz aus. Perserkatzen sehen im Herbst und im Winter am besten aus, da die meisten Tiere im Frühjahr und Frühsommer reichlich Haare verlieren.


Farben:

Die ersten Perserkatzen waren weiß, ein Vermächtnis der weißen Angorakatzen aus der Türkei, während um die Jahrhundertwende blaue Tiere sehr beliebt waren. Perser werden heute zwar in einer erstaunlichen Vielzahl von Fellmustern und außergewöhnlichen Farben gezüchtet, doch die Farben weiß und blau sind auch heute noch überaus beliebt.

Einheitliche Farben:

Zu den einheitlichen Farben zählen weiß, schwarz, blau, rot, creme, chocolate und lilac. Langhaarkatzen in diesen Fellfarben haben kupfer- oder orangefarbene Augen. Weiße Tiere können auch blaue oder verschiedenfarbige Augen aufweisen. Eine einheitlich gefärbte Perserkatze (natürlich mit Ausnahme von weiß) darf keine weißen Haare oder Zeichnungen tragen, und jedes Haar sollte nach Möglichkeit vom Ansatz bis zur Spitze gleichmäßig gefärbt sein. Geisterzeichnungen sind bei jungen Katzen sehr verbreitet, und manchmal sind diese undeutlichen Tabbyzeichnungen auch noch im Fell erwachsener Tiere zu sehen. Auf Ausstellungen führt dies zu Punktabzügen, wenngleich die Preisrichter bei cremefarbenen und roten Persern oft ein Auge zudrücken, da es bei diesen beiden Farben außerordentlich schwierig ist, ein völlig einheitlich gefärbtes Fell zu züchten. Ebenso schwierig ist es, ein tiefschwarzes Fell zu züchten und es auch beizubehalten, da sich diese Farbe an Stellen, die dem Sonnenlicht und der Feuchtigkeit ausgesetzt sind, rot oder braun verfärben kann. Eine einheitlich gefärbte Katze mit einem silberfarbenen Unterfell wird als Smoke bezeichnet.

Parti-Colour:

Perserkatzen in dieser Farbe weisen neben ihrer einheitlichen Farbe zusätzlich weiße Bereiche auf. Es gibt zwei verschiedene Varietäten. Am bekanntesten ist die Bi-Colour, welche eine einheitliche Grundfarbe sowie eine möglichst symmetrische, weiße Zeichnung aufweist. Bi-Colour-Tiere können in allen einheitlichen Fellfarben vorkommen. Weiterhin ist die Tri-Colour zu nennen, welche drei Grundfarben, zum Beispiel schwarz und rot oder blau und creme, und wiederum eine möglichst symmetrische weiße Zeichnung aufweist. Tri-Colour-Tiere werden auch als Schildpatt-Weiß bezeichnet. Die weißen Berreiche sollten bei beiden Varietäten nicht mehr, aber auch nicht viel weniger als ein Drittel des Körpers bedecken. Die Züchtung einer korrekten Parti-Colour-Perser ist äußerst schwierig, da aus einer Paarung zweier Parti-Colour-Tiere häufig Kätzchen hervorgehen, die zu viel Weiß in ihrem Fell aufweisen. Deshalb werden Parti-Colour-Katzen in der Regel mit einheitlich gefärbten Tieren gekreuzt, wobei es jedoch keine Garantie für die korrekten Proportionen der weißen Berreiche und die erwünschte Symmetrie der Zeichnung gibt.

Außer den Parti-Colour-Tieren kommen auch Van- und Harlekin-Perser vor. Bei diesen Varietäten herrschen die weißen Bereiche im Fell vor, und sie sollten kupfer- oder orange-farbene Augen haben. Katzen, die unterschiedlich gefärbte Flecken im Fell, aber kein Weiß tragen, werden als Schildpatt oder Tortie bezeichnet.

Tabby-Zeichnungen:

Es gibt vier verschiedene Tabbyzeichnungen: gestichelt (ticked), getigert (mackerel), getupft (spotted) und gestromt (blotched). Tabby-Katzen gibt es in schwarz, rot, blau und anderen Farben, wobei das Muster bei sämtlichen Farben möglichst klar gezeichnet sein soll. Weiterhin gibt es eine silver-tabby, die jedoch gesondert besprochen wird. Mit Ausnahme schwarz gestromter und blau-silber gestromter Tiere sollten alle Tabby-Katzen kupfer- oder orangefarbene Augen aufweisen.

Silber und Gold:

Groß in Mode sind Perser mit silberfarbenem Unterfell, zum Beispiel (schwarz)-silber-tabby, chinchilla, cameo und smoke. Das silberfarbene Unterfell wird von einem speziellen Inhibitor-Gen verursacht, welches die Pigmentausschüttung an der Haarbasis verhindert, sodaß nur die Haarspitze pigmentiert ist. Man muss zwischen einheitlich gefärbten Katzen und Tabby-Katzen mit einem silberfarbenen Unterfell unterscheiden. Eine einheitlich gefärbte Katze mit einem aktiven Inhibitor-Gen wird als Smoke bezeichnet. Auf Ausstellungen erwarten die Preisrichter, daß jedes Haar etwa zur Hälfte gefärbt ist. Bei Tabby-Katzen variiert der Name in Abhängigkeit vom Pigmentanteil des Fells und der Farbe des Pigments. Bei einer Shaded-Chinchilla weist etwa ein Drittel jedes Haares Pigmente auf, bei der Tipped-Chinchilla liegt der Anteil bei ungefähr einem Achtel. Diese Namen werden nur für Katzen mit schwarzen Pigmenten oder verwandten Farben, wie blau, chocolate und lilac, verwendet. Diese Katzen sind unter anderem deswegen sehr beliebt, weil sie prachtvolle, dunkelgrüne Augen, ziegelrote Nasenspiegel und einen schwarzen „Lidstrich“ um Augen, Nase und Lippen aufweisen, was ihnen das Aussehen eines Filmstars verleiht. Chinchilla- und Shaded-Silver-Perser können Kätzchen hervorbringen, die zwar das charakteristische Fellmuster der Eltern, nicht aber deren silberfarbenes Unterhaar besitzen. Tatsächlich handelt es sich dabei um schwarze Tabby-Katze, bei denen die Zeichnung durch Selektion herausgezüchtet wurde. Sie werden auch als Golden Perser bezeichnet.

Eine Katze mit roten oder cremefarbenen Pigmenten wird als Cameo bezeichnet. Die Pigmente bedecken etwa ein Drittel des Fells. Katzen in diesen Fellfarben, deren Haare zu einem Achtel Pigmente auf- weisen (also nur in den Haarspitzen) nennt man Shell.


Charakter:

Perser zählen zu den ruhigsten Katzen. Sie werden oft als phlegmatisch und sehr fügsam beschrieben. Sie können stundenlang an ihrem Lieblingsplatz im Haus liegen, ohne im geringsten davon Notiz zu nehmen, was um sie herum vor sich geht. Gleichzeitig scheinen sie sich aber ihres zauberhaften und aristokratischen Aussehens, das so viele Menschen bewundern, durchaus bewusst zu sein. Perserkatzen lassen sich mit Vorliebe kraulen, streicheln und verwöhnen. Die Rasse ist in der Regel freundlich und ausgeglichen; nur sehr selten zeigen diese Katzen ihre Krallen. Kämpfen entspricht einfach nicht dem Naturell dieser friedlichen Tiere. Es gibt mit ihnen auch keinerlei Probleme in Hinsicht auf Kinder. Trotz ihrer ruhigen Natur sind Perserkatzen immer an einem Spiel interessiert. Im Gegensatz zu anderen Katzen warten sie jedoch darauf, dass sie zum Spielen aufgefordert werden. In der Regel laufen und spielen sie nicht aus eigenem Antrieb. Die meisten Perser haben sehr leise Stimmen, die sich nur selten vernehmen lassen. Sie sind im Allgemeinen mit einer Wohnungs- haltung zufrieden und drängen kaum nach draußen.

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